Onlinebeat

Blog über Communities, Suchmaschinen und Trends im Internet

Beim Googeln geht es nicht nur darum, die richtigen Befehle zu verwenden, sondern auch um die richtigen Suchbegriffe. Google versucht zwar immer geschickter auch Kontexte zu verstehen, trotzdem gibt es dort Suchbegriffe bei Googlenoch eine Menge Verbesserungsbedarf.
In diesem kurzen Artikel möchte ich verschiedene Aspekte sammeln, die man bei der Wahl der Suchbegriffe beachten muss.

Um es in nicht zu viel Text zu verpacken lege ich gleich mit einer tabellarischen Liste los.
Links findet ihr die Empfehlung und rechts die Erklärung dazu.

Suchbegriffe in der richtigen Sprache auswählen Einige Begriffe sind sowohl in deutsch als auch in englisch gängig (z.B. Facility Management / Hausmeisterei; Social Networks, Soziale Netzwerke) und sind somit Synonyme.
Gebt ihr ausschließlich fremdsprachige Begriffe ein bekommt ihr auch fremdsprachige Internetseiten!
Benutzt Synonyme Google benutzt sie zur eindeutigen Identifizierung des Begriffs und ihr habt größere Chancen auf einen Treffer
Stoppwörter Stoppwörter sind Wörter, die Google nicht mitsucht: “or”, “and”
Außerdem haben Substantive mehr Gewicht in einer Suchanfrage. Zudem macht es keinen Sinn nach Wörtern wie “in”, “obwohl” etc. zu suchen.
zu spezifische Suchen Zu spezifische Suchanfragen liefern keine oder nur falsche Ergebnisse. In dem Fall müsst ihr eure Suche allgemeiner ausdrücken, indem ihr z.B. die Zahl der Suchbegriffe verringert.
zu allgemeine Suchen Zu allgemeine Suchen liefern zu viel unnötigen Inhalt. Gebt mehr Begriffe, z.B. Synonyme, ein oder schließt zu weite Suchbegriffe aus.
prägnante Begriffe suchen Prägnante Begriffe liefern bessere Ergebnisse. Sucht nach Substantiven, lasst Begriffe, die für sich nichts aussagen, weg.
Eigennamen aus mehreren Wörtern als Phrasen suchen Eigennamen, die aus mehreren Einzelwörtern bestehen könnt ihr als Phrase eingeben und sie so eindeutig suchen lassen (z.B. “Hypo Real Estate” (uuh, schlimmes Beispiel…;-) )).
Sonderzeichen auslassen Sonderzeichen werden von Google meist nicht mitgesucht.
Begriffsblöcke bilden Bildet Begriffsblöcke, indem ihr von mehreren Substantiven, die alle gesucht werden sollen, jeweils Synonyme sucht und diese in einer Suchanfrage mit “OR” verknüpft.
Rechtschreibung!!! Trivial aber sinnvoll ;-)



Die sind mir spontan eingefallen. Ergänzt mich in den Comments.
Ciao bis zum nächsten Teil!

Nachdem es im letzten Beitrag um die wichtigsten Suchbefehle bei Google ging möchte ich in diesem Beitrag vom Google Tutorial auf weitere interessante und nützliche Suchbefehle eingehen.

Suche auf bestimmte Dateiformate einschränken

Internetseiten können nochmals eigene Dateitypen enthalten. Es werden beispielsweise Musikdateien verlinkt und Google wird diesen Link als Downloadlink lesen und in seinen Index aufnehmen. Da der Inhalt solcher Musikdateien aber für Google nicht verständlich ist beinhaltet er bis auf den Dateinamen und den Linktext keine Informationen für Google.
Es gibt allerdings Dokumente, die von Google ausgelesen werden können. Das sind in erster Linie Adobe Reader Dokumente (.pdf-Dateien) und Microsoft Word Dateien (.doc-Dateien).

Solche Dateien beinhalten oft wichtige Informationen zu verschiedensten Themen. Da ihr Inhalt oft sehr umfangreich ist wird der Text nur in einer eigenen Downloaddatei angeboten um z.B. nicht mit zu vielen Informationen eine Website zu überfrachten.
Themen, die in .pdf-Dateien enthalten sein könnten, sind z.B. Produktbeschreibungen, amtliche Bekanntmachungen, Statistiken, wissenschaftliche Texte, Bücher, eBooks, Zeitschriften oder Formulare.
Um die Suche bei einer umfangreichen Recherche einzugrenzen könnte man nun ausschließlich in .pdf-Dateien suchen.
Das gefundene Material ist oft relevanter und hochwertiger als das auf einer normalen Homepage. Es gibt noch zahlreiche weitere Dokumenttypen, nach denen gesucht werden kann.

Der Befehl zum Suchen von bestimmten Dokumenttypen lautet wie folgt: filetype:dateityp

Dateityp wird dabei mit der gewünschten Dateiendung ersetzt und am Ende der Suche eingefügt.

Beispielanfrage: Landwirtschaft Subventionen filetype:pdf

Es werden nur Dokumente vom Dateityp .pdf in die Suche mit einbezogen.

Suche auf bestimmte Webseitenbereiche einschränken

Es ist möglich die Suche auf bestimmte Bereiche einer Seite einzuschränken. Das ist sinnvoll, wenn man einen Teil einer URL kennt oder eine sehr themenspezifische Suche anstrebt.

Es ist möglich folgende Befehle einzugeben:
allintitle: – durchsucht nur den Titel einer Website
allinurl: – durchsucht nur die Domain einer Website
allintext: – durchsucht nur den Hauptteil und Text einer Seite

Suche nur im Webseitenbestand einer einzelnen Domain

Das kennen wir alle: Wenn man in der integrierten Suche einer Behörden- oder Firmenwebsite eine Suche startet findet man oft nie das was man sucht. Das liegt oft an einer schlechten Programmierung.
Das ewige Suchproblem kann oft von Google gelöst werden, weil Google in den meisten Fällen alle Webseiten ausgelesen hat.

Der Befehl um nur Ergebnisse von einer bestimmten Domain anzuzeigen lautet so:

site:beispielseite.de

Es werden nur Ergebnisse der Seite beispielseite.de ausgegeben.

All diese Optionen lassen sich auch ohne manuelles Befehl-eingeben in der erweiterten Suche einstellen:
Erweiterte Suche Google

Viel Spaß beim rumprobieren.

Wir sind beim zweiten Teil unserer Reihe Richtig suchen bei Google und widmen uns nun den wichtigsten Suchbefehlen.

Zwei oder mehr Suchbegriffe in einer Suche: “UND”

Fast jeder Nutzer gibt bei Google Wörter ohne jegliche Befehle ein. Er erhält so immer Dokumente in den Ergebnissen, in welchen alle genannten Begriffe vorkommen: Google verknüpft Suchbegriffe automatisch mit “und”, lässt aber Variationen zu (Mehrzahl, verwandte Begriffe und mehr).

Wer explizit nach einem Wort in der exakten Schreibweise sucht, muss dieses in doppelte Anführungszeichen setzen! (edit: 27.10.2011)

Suche ich beispielsweise nach Spieleforen und gebe als Nutzer die Begriffe Spiele, Forum ein werden jene Wörter fett hervorgehoben um zu zeigen, dass nach ihnen gesucht wurde:

Zwei oder mehr Suchbegriffe in einer Suche: “ODER”

Das funktioniert so lange bis ich zwischen zwei gewünschten Begriffen differenzieren möchte. Möchte ich beispielsweise Spieleforen und Spieleblogs finden erhalte ich z.T. falsche Ergebnisse:

Es ist nötig eine Unterscheidung zu treffen. Google liefert hierfür den Befehl “OR”.
Er sucht bei der Eingabe von Spiele Forum OR Blog nach Spieleforen und Spieleblogs.

Zur Verdeutlichung warum Google beide Begriffe miteinander verknüpft

Google setzt wie im Matheunterricht Klammern bei jeder komplexen Suchabfrage.
Bei unserem Beispiel sieht Google folgende Formel:

Spiele (Forum OR Blog)

Beim Ausklammern erhält man also:

Spiele + Forum OR Spiele + Blog

Suchbegriffe ausschließen

Mit dem “-” Operator kann ich Suchbegriffe ausschließen. Das Minus wird einfach vor das auszuschließende Wort gehängt.

Die SERPs haben sich im Vergleich zur vorherigen Suchanfrage verändert und bestimmte Seiten ausgeschlossen. Wir wollten hier keine Ergebnisse über PC- oder Konsolenspiele haben und erhalten stattdessen Ergebnisse aus dem Bereich Brettspiele, Freeware und Reisespiele.

Phrasensuche

Mit der Phrasensuche ist es möglich ganze Satzschnipsel einzugeben und so auseinandergeschriebene Wörter eindeutig suchbar zu machen. Diese Phrase wird in Anführungszeichen geschrieben (z.B. “Mercedes Benz SLK”, weil bei der Suchanfrage ohne “” drei Wörter separat gesucht würden: Mercedes, Benz und SLK).
Die Phrasensuche lässt sich mit allen anderen Suchoperatoren kombinieren.

Erweiterte Suche

Nun haben wir die vier wichtigsten Suchoperatoren kennengelernt und können unsere ersten kleinen Recherchen starten. Wer für diese Suchanfragen lieber eine Suchmaske möchte findet diese in den oft übersehenen “Erweiterten Optionen”:

Die hier sehr komplexe Suchanfrage sieht in den erweiterten Suchoptionen viel übersichtlicher aus und kann auch von dort aus direkt gestellt werden:

Das sollte für die Grundlagen zunächst reichen. Probiert ein bisschen herum. Beim nächsten Mal geht es um erweiterte Suchbefehle und einige Tipps rund um die Erweiterte Suche. Ciao!

Die Suchmaschine effizient verwenden und das finden was man sucht!

In dieser Artikelreihe möchte ich die Aufmerksamkeit voll und ganz auf Google lenken. 90% aller deutschen User nutzen Google und die meisten wissen nicht wie man effizient sucht. Etwas zu finden ist einfach. Jedoch bleiben vielen Usern die besten Ergebnisse verborgen weil sie sich mit dem “Erstbesten” zufrieden geben was ihnen vorgesetzt wird.
Suchhilfen wie Google Suggest und das neue Google Instant sind keine unbestrittenen Suchhilfen und können einen Newbie ebenso auf die falsche Fährte locken.
Der sicherste Weg um qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erhalten, die hauptsächlich das enthalten wonach man sucht, ist die richtige Nutzung der Suchmaschine.

In dieser Artikelreihe stelle ich unbekannte Google Funktionen vor und gebe Tipps rund um verschiedene Suchanfragen und erkläre die Grundlagen einer üblichen Suche.

Geplant habe ich folgende Struktur:

Also legen wir los!

Das Google Interface

Zum Vergrößern die Bilder einfach anklicken. ;-)

Google Interface Erklärung

Abb. 1

Gut sichtbar hier, dass man manchmal weite Scrollwege zurücklegen muss um zur organischen Suche zu kommen. Sie sind die eigentlichen Suchergebnisse.

Die Werbeanzeigen, welche gekennzeichnet und hervorgehoben werden, nehmen bei dieser Anfrage fast die Hälfte des Platzes ein. Werbeanzeigen können nützlich sein, müssen sie aber nicht. Wie diese Anzeigen funktionieren werde ich später erklären.

Die Google Services unter der Suchmaske können hierbei hilfreich sein, sind allerdings je nach Suchabfrage verschieden. Bei einfachen Ortsangaben werden beispielsweise Karten von Google Maps abgerufen.

Links sieht man die Google Services und die weiteren Einschränkungsmöglichkeiten, mit denen man die Suche nachträglich verfeinern kann. Vor allem diesem mächtigen Werkzeug werde ich später noch mehrere Artikel widmen.

Hier nun weitere Beispiele wie das Interface von Google noch aussehen könnte, vor allem bei einem Suchvorgang.
Im Folgenden ein Beispiel, was Google Suggest zeigt.

Google Suggest

Abb. 2

Man erkennt Google Suggest weil der obige Suchbegriff in den Ergebnissen nicht fett markiert und somit nicht in Echtzeit gesucht wird. Erst nach dem Betätigen der Entertaste oder der Auswahl eines Suchbegriffs mit der Maus wird die Suche ausgelöst.

Im Gegensatz dazu steht Google Instant Search, was eine Mischung aus Google Suggest und einer Echtzeitsuche darstellt:

Google Instant

Abb. 3

Es ist gut zu erkennen, dass der Begriff “Berlin” noch nicht ausgeschrieben ist aber trotzdem schon als Ergebnis angezeigt wird: Die Suche wurde optisch bereits ausgelöst.
Hier ist ebenfalls ein Block mit Google Services eingeblendet: Aus der Bildersuche werden Bilder in die Suchmaschinenergebnisse (genannt SERPs) eingefügt, ebenso wie ein Ausschnitt aus Google Maps, der Berlin zeigt.

Jetzt wissen wir das wichtigste über das Google Interface. Im nächsten Beitrag geht es um grundlegende Suchbefehle.

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